Architecture Suisse

Altersheim

Typologie
AV3
Ort
8702 Zollikon, ZH
Architekturbüro
Walter Schindler
Bauingenieubüro
Gröbli & Brauchli
Ausführung
1976 — 1978

Der Text der Artikel wird automatisch generiert und kann vereinzelt vom Original abweichen. Richten Sie sich bitte grundsätzlich an das Original-Pdf.

Statik : Gröbli & Brauchli, 8006 Zürich Heizung / Lüftung : Künzli & Lingwood. 8037 Zürich Sanitär : Buser & Kalt, 8952 Schlieren Elektro : Greiner & Berger, 8004 Zürich

Pensionäre : 52 Einerzimmer für Pensionäre mit WC und Lavabo 6 Zweierzimmerappartement für Pensionäre mit WC und Lavabo (Total 64 Betten) Putzräume, Duschen, Abstell­ räume, Wäscheräume, Teeküche in Aufenthaltszonen Allgemeine Räume : Essaal, Cafeteria, Halle, Verwaltung und Arzträume. Mehrzweckräume, Fernsehraum, Bäderanlage, Wäscherei, Küche, Lagerzone, Technik und Abstellräume Personal : 1 1 'A-Zimmerwohnung 2 1-Zimmerwohnungen 1 A'A-Zimmerwohnung Personalessraum Personalgarderobe mit separatem Eingang

Der Raum weist eine Fläche von 19,5 m2 auf. Dem grossen Fenster ist ein geräumiger Balkon vorgelagert. Um die Ver­ bindung zur Natur auch in den oberen Stockwerken zu erreichen, besitzt jeder Balkon einen kleinen Blumentrog. Das Zimmer wird durch einen kleinen Vorraum betreten, in welchem ausser der Garde­ robe zwei geräumige Schränke eingebaut sind. In der zu jedem Zimmer gehörenden Nasszelle ist ein Lavabo mit Spiegelkasten und ein Klosett installiert. Dieser Raum ist fahrstuhlzugänglich und weist deshalb unter anderem eine Schiebetüre auf. Für die für den Betagten so wichtige Verbindung mit der Aussenwelt sorgen private Telefonanschlüsse sowie die Anschlüsse für Radio, Telefonrundspruch und Fern­ sehen. Mit Tasten im Wohnraum und in der Nasszelle kann der Pensionär notfalls Hilfe herbeirufen. Auch sonst ist auf das Sicher­ heitsbedürfnis des alten Menschen Rücksicht genommen (keine Schwellen, textile Bodenbeläge, altersgerechte Sitzmöbel usw.). Der Pensionär soll mit Aus­ nahme des Bettes seine eigenen Möbel, soweit sie Platz

finden, mitnehmen dürfen. Jedes Zimmer weist beim Ein­ gangsbereich eine natur­ belassene Holzdecke auf, welche mit den braunen Fenstern und der olivgrünen Eingangs­ türe eine wohnliche Atmosphäre ausstrahlen soll. In alle Zimmer gelangt man über eine 2-flüglige Eingangs­ türe, damit später jede Pensionärzimmergruppe zu einer Leichtpflegestation ja sogar zu einer Pflegestation sich um­ funktionieren lässt. Es versteht sich von selbst, dass auch die Korridorbreite und die Neben­ räume sowie die Liftanlage entsprechend disponiert sind.

Anlagekosten, inkl. Umgebung und Mobiliar zirka Fr. 8 300 000.— Umbauter Raum, Fr. 399 — pro m3 17 650 m3 Kubatur total

Konstruktion Die architektonischen Details werden weitgehend durch die Art der Konstruktion und der Wahl der Materialien bestimmt. Das Gerippe des Baues wurde in Beton und Backstein erstellt. Das Dachgeschoss ist in Holz konstruiert. Der Braunton der Dächer und der äusseren Eternit­ verkleidungen und der Fenster steht in Kontrast zu den hell ver­ putzten Mauern. Die plastische und differenzierte Gestaltung des Gebäudes mit seinen Dachformen soll die Massstäblichkeit des vor­ handenen alten Dorfkerns von Zollikon aufnehmen. Im Innenausbau wurden einfache und möglichst unterhaltsarme Materialien gewählt. Auf kostspielige Ausbauten wurde verzichtet, hingegen wurde versucht mit Anwendung von Naturholz, entsprechenden Raum­ dispositionen und Farbgebungen dem Heim eine fröhliche und menschliche Note zu geben. Bibliographie AS Schweizer Architektur Nr. 36 / April 1979