Architecture Suisse

AS INT

Parkhotel

Typologie
AVIII4
Rubrik(en)
AS INT
Architekturbüro
Justus Dahinden
Bauingenieubüro
Grebner Beratende, Wiesbaden F. Kohmann
Ausführung
1980 — 1982

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Prof. Dr. sc. techn. Justus Dahinden Dipl. Arch.SIA/HON FAIA Kienastenwiesweg 38 8053 Zürich Tel. 01. 55 50 56 Mitarbeiter Michel Buol, Arch. HTL Toni Neukon, Arch. HTL Collaborateurs Bauingenieure Grebner Beratende Ingenieure Ingénieurs civils Wiesbaden F. Kohmann, Ing. Büro Bad Mergentheim Fachingenieure Baubetreuer Ingénieurs Neue Heimat Städtebau Stuttgart Oertliche Bauleitung Projektgesellschaft Tauberplan Arch. Laue Bad Mergentheim Heizung/Lüftung/Sanitär Scholze Raumprogramm / Programme Ingenieurgesellschaft Leinfelden-Echterdingen Zimmertrakt - 1 1 6 Zimmer (227 Betten) Gartenarchitekt Reinhold Dupper 38 Doppelzimmer Architecte 73 Studiozimmer paysagiste Bad Friedrichshall 2 Grossuiten Projekt Wettbewerb Mai 1978 2 Behindertenzimmer Projet Concours Mai 1978 1 Isolierzimmer Ausführung Gastronomie Réalisation 1980-1982 - Restaurant (Speisesaal) 130 Platze - Spezialitäten Restaurant 64 Platze Adresse - Café 66 Platze Adresse Lothar-Daiker-Strasse 6

- Aussencafé auf Terrasse 148 Platze - Bankettraum 50 Platze - Keller 45 Platze - Kegelstube m.Kegelbahn 12 Plätze - Frühstücksraum 1 6 Platze - Grossküchenanlage Konferenzräume - 4 Stück total 230 Platze Kurmittelabteilung -Medizinalbäder - Massageräume - Unterwassermassageraume - Schwimmhalle mit Liegehalle und Ruheraum - Sauna ärtzliche Abteilung - Untersuchungsraume - Labor - Röntgen - Schwesternzimmer - Behandlungszimmer Hotelhalle - Réception - Aufenthalt - Bar Direktion und Verwaltung

Halle Cafe Spezialitäten Restaurant Speisesaal Kegelstube + Kegelbahn Kurmittelabteilung Schwimmhalle Sauna Ärztliche abteilung Küche Anlieferung Kurpark Parkgeschoss

1. Vorfahrt - Eingang 2. Hotelhalle 3. Réception 4. Innenhof mit Bar 5. Konferenz + Bankettraume 6. Administration 7. Gästezimmer Eingangsgeschoss

Das neue Kur- und Rarkhotel Bad Mergentheim ist das Ergebnis eines 1978 ausgetragenen Projekt-Wettbewerbes, bei dem auf die städtebauliche Einpassung besonderes Gewicht gelegt wurde. In der Schlussbeurteilung des Preisgerichtes steht:«Der Entwurf stellt städtebaulich eine angemessene und qualifizierte Antwort auf die Gegebenheiten der Situation dar. Die sehr kompakte Anlage weist im funktionellen und räumlichen Bereich hohe Qualitäten auf.» Die Schwierigkeit der Aufgabe bestand darin, den Mitteltrakt eines bestehenden Hotels, dessen Bettenflügel 1853/1854 entstanden und die abzubrechen waren, in den Neubauzu integrieren. Durch Konzentration und Verlegung des Gebäudevolumens an den Rand des Kurparks, konnten kurze Fassaden und eine Nord-Süd- Durchlässigkeit wie auch die Zonung des Kurparks in einen «geselligen» und einen «erholsamen»Teil erreicht werden. Der alte Baumbestand wurde vollständigerhalten. Besondere Rücksichtnahme gebot der historische Wilhelmsbau, der von Anbauten freigestellt, den seiner Bedeutung zustehenden Freiraum erhielt. Das Bauwerk ist vom Landesdenkmalamt mit voller Zustimmung bedacht worden: «Es ist hier ein ausserordentlich konsequenter Bau entstanden, der die gestellte Bauaufgabe in origineller und überzeugenderWeise löst.» Die Architektur stellt die «Urlaubsbeseelung» in den Mittelpunkt. Weg vom klinischen Image der Heilstätte hin zum Milieu der Heiterkeit, Beschwingtheit und Lebensfreude, das die körperliche und geistige Genesung und Erneuerung fördert. «Wie ein Schiff segelt derweisse Baukörper durch den Kurpark». (Presse) Grosse Glasflächen bringen Licht und die Naturkulisse der Parklandschaft ins Haus. Der zentrale Lichthof mit umlaufenden Galerien überder Hotelhalle erweckt den Eindruck einer Karawanserei. Ein einprägsames Stilmittel der Innenraumgestaltung sind die voluminösen Lampenschirme, deren textile Wirkung einhergeht mit dem groben Spritzputz an Decke und Wänden. Die transparente Raumanordnung steigert den Erlebniswert für den Gast und wirkt kommunikativ. «Alles unter einem Dach» lautet das Organisationskonzept mit kurzen Verbindungswegen sowohl für den Gast als auch den Betrieb. Die Hotelhalle mit Bar als Drehscheibe, Ort der Begegnung und der Geselligkeit, steht in offener räumlicher Beziehung zur Gastronomie, die auf Gartenebene gelegt wurde. Ein attraktiver Therapiebereich mit Fitnessmöglichkeiten und Schwimmbad ist verbunden mit den Hotelzimmern. Diese sind zur ruhigen Zone des Kurparks orientiert. Sie gliedern sich utilistisch in zwei Typengruppen: Dunkles Holz mit weissem Rauhputz einerseits und weiss in weiss mitTapeten andererseits.

1. Vorfahrt 2. Eingangshalle 3. Innenhof mit Galerien 4. Konferenzraume 5. Kurmittelabteilung 6. Gästezimmer Schnitt

Dem Privatbereich der Kurgäste ist eine mit horizontal verstellbaren Glaslamellen versehene Loggia vorgelagert, die neben der Funktion als privater, abgeschirmter Sonnenplatz als Klimapuffer der passiven Energienutzung dient und die positive Klimabilanz des Gebäudes erhöht.

Transparenz ist gefragt. Der Speisesaal öffnet sich zum Teich und zum Park. Die vor den Fassaden aufsteigenden Rohre tragen die Balkonbrüstungen

Die Loggien vor dem Ostteil - der die alten Gebäude an der Strasse abschirmt - mit ihrer verstellbaren Lamellen-Verglasung

Daten / Caractéristiques Kubus 42 730 m3 Grundstücksfläche Kurpark integriert! Überbaute Flache 2 900 m2 Geschossflache: 10 460 m2 Nutzfläche: 6 431 m2 Kubikmeterpreis: DM 680.Gebaudekosten: DM 29 800 000.Indexbasis: Vergaben Frühjahr 1980

Blick über die Hallentreppe Bibliographie / Bibliographie zur Bar und Galerie Deutsche Bauzeitung db November 1983 Bauwelt August1983 Die Rampen vom Mittelbau AIT Architektur November1983zum Ostflügel Innenarchitektur Ein Bühnenbild: der Zimmerflur Technique et Architecture Nr 351 1983/1984 im 1. Obergeschoss des Ostflügels as Schweizer Architektur/ Architecture Suisse VERLAG — ÉDITIONS ANTHONY Nr 60. Januar 1984 / Janvier 1984