Architecture Suisse

Gemeindezentrum

Typologie
AIX4
Ort
1261 Le Vaud, VD
Bauherrschaft
Municipalité de Cheserex
Architekturbüro
Fonso Boschetti
Bauingenieubüro
Dr.Santiago Calatrava
Projekt
1984 — 1984
Ausführung
1989 — 1989

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Das Gemeindezentrum von Chéserex ist nur Teil eines umfassenderen Projektes, das auch anderen öffentlichen Funktionen und dem Wohnen gerecht werden soll. Dieses Projekt fügt sich in einen Gesamtplan der Umstrukturierung und Dorfentwicklung ein. Es zielt darauf ab, um einen Festplatz herum ein formal einheitliches Quartier zu bilden, in welchem Neubauten, sowie neue Baumgruppen, als ordnende Elemente, die bestehenden Gebäude miteinschliessen. Neues wird in Bestehendes eingefügt, nicht durch Nachahmung, sondern durch Neukonzeption der Gestaltung. Die soeben abgeschlossene erste Etappe umfasst eine Turnhalle, Gesellschaftsräume, ein Tennis-Center, Zivilschutzräume und einen Festplatz. Die kurz bevorstehende Verwirklichung von sechs Wohneinheiten wird die Südostbebauung der Zone mit öffentlichen Funktionen vollenden. Die dreiteilige Gliederung des Gebäudes lässt sich klar an den Bauvolumen ablesen. Im zentralen Teil sind die Turnhalle, die Geräteräume, die Zuschauertribüne und das Foyer untergebracht. Im Nordostteil befinden sich die Gesellschafts- und Diensträume; im Südostteil das Klubhaus. Die gleiche Verteilung widerspiegelt sich im Untergeschoss mit den öffentlichen Schutzräumen im zentralen Teil, den sanitären Anlagen der Turnhalle im Nordostteil und den technischen Räumen im Südwestteil. Die vom Platz her über einen direkten Zugang erreichbaren öffentlichen Schutzräume sind so gestaltet, dass sie auch kulturellen Zwecken wie Töpferei, Modellieren, Ausstellungen, Musizieren etc. dienen können. Der Festplatz dient als Repräsentationsraum und Referenz für das Dorf. Die räumliche Gliederung ist durch eine streng eingehaltene Geometrie angestrebt worden. Die modulare Struktur der Tragkonstruktion und sparsamer Materialaufwand verdeutlichen die angestrebte Ordnung, die noch durch die Anzahl, die Wiederholung und die Proportionen der Gestaltungselemente unterstrichen wird. 95.10