Architecture Suisse

Friedhofhalle

Typologie
AVI1
Ort
6045 Meggen, LU
Architekturbüro
Karl Wicker und Josef Steiger
Bauingenieubüro
Scherer und Blättler, Wyssling
Projekt
1970 — 1971
Ausführung
1973 — 1973

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Karl Wicker, SIA/SWB. und Josef Steiger, <P (041) 3713 31, 6045 Meggen Wyssling, Scherer und Blättler, dipl. Ingenieure ETH/SIA, 6020 Emmenbrücke H. Banholzer, Ingenieurbüro für Holzbau, 6000 Luzern 1970-1971 1973

Leichenhalle mit 2 Aufbewahrungsräumen mit beweglicher Trennwand. Kann somit, wenn erforderlich (viel Blumenschmuck), in einen grossen Raum um­ gestaltet werden. Leichenraum mit Kühlzellen : in direkter Verbindung mit den Aufbewahrungsräumen, Platz für 4 Särge. öffentliche Toiletten : 2 WC mit Lavabo für Damen, 2 Pissoirs, 1 WC mit Lavabo für Herren. Friedhofgärtnerräume : Grosser Einstellplatz für Fahr­ zeuge und Geräte ; Abstell­ plätze auf eingeschobenem Zwischenboden ; 1 kleines Büro für den Friedhofgärtner, sowie Duschenkoje mit Lavabo. Die nahe Magdalenenkirche, welche als Begräbniskirche für alle Konfessionen dient, beeinflusste mit ihrem feingliedrigen Eingangsportikus massgeblich die bauliche Form­ gebung der neuen Leichenhalle. So erscheint sie von aussen nicht als massiver Baukörper, sondern vielmehr als auf­ gelöste, feinmassstäbliche Säulenhalle, die geschlossenen Räume umhüllend. Die Gestaltung der Räume und die Lichtführung im Innern wird weitgehend durch das aufgesetzte Faltwerk bestimmt ;

es entstehen kappellenförmige Räume, die blendungsfreies Licht von oben erhalten und derart nicht profan wirken. Die lebendige Form des Falt­ werks verhindert aber auch, dass die Leichenhalle für Ein­ blicke aus den nahen Hang­ gebieten nur als ebene und öde Dachfläche erscheint. Die Leichenhalle im mittleren Bereich der erweiterten Friedhof­ anlage wirkt als bauliches Bindeglied zwischen dem alten und dem neuen Teil. Charakteristiken Effektive Gebäudekosten Kubikinhalt Kubikmeterpreis

— Stützen, Hallendach und Vordächer aus Eisenbeton. Faltwerk, als fertige Elemente versetzt, aus Holz und mit Kupfer geschützt. — Eigentlicher Baukörper In einer Beton-Backsteinkonstruktion hoch­ geführt und verputzt. — Naturbehandelte Fenster- und Türfronten in « Mercanti-Holz ». — Flachdach mit Kunststoffolien abgedeckt. — Braun-beige Kunststeinboden­ platten für Aufbewahrungsräume. — Plättll für Kühlzelle mit Vorraum und für öffentliche Toilettenräume. — Kühlaggregat sichert Temperatur von 5 bis 8 Grad Celsius im Leichenaufbewahrungsraum. Frischluftzufuhr durch Ventilator. — Elektro-Heizung mit Thermostat verhindert Absinken unter Nullgrad­ grenze in Räumen mit Wasser­ anschlüssen. — Abwässer werden in Kanalisations­ leitung der Kantonsstrasse gepumpt. Bibliographie AS Schweizer Architektur Nr. 26 / April 1977