Architecture Suisse

Geschäftshaus "Kleiner König"

Typologie
AIV3
Ort
8001 Zürich, ZH
Architekturbüro
Steiger + Partner AG
Bauingenieubüro
Minikus & Witta
Ausführung
1971 — 1972

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1. Sogenannt « unmögliches », nur 100 m2 grosses Grund­ stück ; winkelförmige Bauparzelle in einer Breite zwischen 2,30 m und 7,20 m (Gesamtlänge der Grund­ stücksgrenzen : 60 m). Die Berücksichtigung der Fensterräume der Nachbarn führte zu sieben ver­ schiedenen Dachflächen. 3. Sehr komplizierte Bau­ vorschriften (im ganzen 16 verschiedene Bewilli­ gungen). 4. Sehr hoher Grundwasser­ stand. Maximal erreichbarer um­ bauter Raum 1700 m3.

Juwelierladen mit Galerie an Ecke Storchengasse/ Zinnengasse (Altstadt). 2. Goldschmiedewerkstatt mit acht Arbeitsplätzen im 2. Obergeschoss. 3. Zweigeschossiges Café mit 42 Sitzplätzen, Sommer­ bestuhlung im rückwärtigen kleinen Hof und auf der Zinnengasse ; Küche im 2. Obergeschoss. 4. 1-Zimmerwohnung im 3. Obergeschoss. 2'Ageschossige Atelier­ wohnung im 2. und 3. Ober­ geschoss, mit Dachterrasse.

Spezielle Probleme Die Projektierung dieses Hauses, nahe beim Münsterhof-Platz, stellte, wie alle Bauvorhaben in vergleichbarer Situation, sehr vielfältige Aufgaben. Dank dem Eingehen der Denkmal­ pflege auf die Vorstellungen des Bauherrn und seiner Architekten gelang es, einen Bau ohne historisierende Details so zu gestalten, dass er sich gut in den Charakter der Altstadt einfügt.

Konstruktion - Ausbau Rohbau Viergeschossiger Massivbau, ganzer Keller, sämtliche Geschoss­ decken sowie teilweise die tragenden Innen- und Aussenwände in Stahlbeton. Innere Tragwände und Fassaden in Mauerwerk. Vorgefertigte Betonelemente für Fas­ sadenpfeiler und Erker. Schrägdächer in Asbestzementschiefer, Flachdächer als Kiesklebedächer. Ausbau Holzfenster mit Isolierverglasung in den oberen Geschossen. Metallfenster und Schaufensteranlagen aus schwarz patinierten Eisenprofilen, Alarmgläser im Juwelierladen, kombiniert mit Elektro-Scheibenheizung. Kunststoff-Rolladen in den Obergeschossen, Sonnenstoren im Juwelierladen als Klappdeckel. Ladenund Aussenwände mit Hartputz, Gipsplattendecke im Juwelierladen. Schreinerarbeiten in Eiche. Ladentische in Schleiflack.

Beleuchtungskörper für Schmuck und Edel­ steine, mit Gegengewichtszug, in der Höhe verstellbar und In der Achse drehbar. Die Beleuchtungskörper sind mit Niedervolt­ lampen ausgerüstet. Die einzelnen Lampen sind an Kugelgelenken befestigt, dadurch wird eine Idealbeleuchtung jedes einzelnen Ausstellungsobjektes möglich. Möglicher Beleuchtungskörper an 220-VoltStromschiene zur Beleuchtung von Einzel­ objekten. Gegengewicht für Beleuchtungskörper. Trafo und Regler für unabhängiges Regu­ lieren der Niedervoltlampen. Konstruktionsrahmen mit Führungsschiene für Beleuchtungskörper. Es besteht die Möglichkeit, Konsolen und Ausstellungs­ tische einzuspannen. Umlenkrollen am Konstruktionsrahmen be­ festigt. Metallverkleidung (abnehmbar). Eisenblech sandgestrahlt, spritzverzinkt und dunkel­ grau patiniert. Mobile Schaufenstertische.

9 Schaufensterrückwände: für zwei verschie­ den tiefe Schaufensterräume in Futter­ rohren (siehe 10) versetzbar. Die schwenk­ baren Grauglasflügel sind einseitig In ver­ chromten U-Profilen befestigt und rasten, je nach Bedarf, in verschiedenen ÖffnungsWinkeln ein. 10 Futterrohre, Halterung für Schaufenster­ rückwände. 11 Spiegel, zweiseitig. Am Schaufensterab­ schluss (9) drehbar befestigt. 12 Drehteller, im Boden eingelassen, von zen­ tralem Tableau aus gesteuert. 13 Rafflamellenstoren, elektrisch von zentra­ lem Tableau aus gesteuert. 14 Konvektoren. 15 Blende, aushängbar, weiss gestrichene Spanplatte. 16 Klappstoren als äusserer Wetterschutz, Stoffwalze elektrisch von zentralem Ta­ bleau aus gesteuert. 17 Schlitzschieber zum Abluftkanal. 18 Lochblechabdeckung, in Einzelteilen wegnehmbar, z. B. für Spotlampen zur indi­ rekten Raumbeleuchtung. 19 Elektrische Installationen für Schaufenster­ einrichtungen. 20 Panzeralarmglas, elektrisch beheizt.

Technische Installationen Beleuchtung im Juwelierladen und in den Schaufenstern mittels einstell­ barer Beleuchtungskörper (Richtung, Abstand, Intensität), die den hohen Anforderungen des Verkaufs von Schmuck genügt. Warmwasser-Zentralheizung mit Gas­ feuerung. Klima-Anlage für Juwelier­ laden. Ventilationsanlagen für Café und Goldschmiede-Werkstatt. Werkstatt mit Sauerstoff- und Gas­ installationen an den Arbeitsplätzen, Abscheider-Anlage zur Rück­ gewinnung der Goldabfälle aus dem Abwasser. 3-Personen-Aufzug ; je ein Kleinaufzug für Juwelierladen und Café. Bibliographie Detail Nr. 3/1973 AS Schweizer Architektur Nr. 31/April 1978 G. Müller-Menckens : « Neues Leben für Alte Bauten »