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Schweizer Wettbewerb für Besinnung und Kreativität organisiert vom Œuvre OEV unter dem Patronat des Bundes

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Schweizer Wettbewerb für Besinnung und Kreativität organisiert vom Oeuvre OEV unter dem Patronat des Bundes Im Frühling 1982 hatte das OEUVRE in den verschiedenen Sprachregionen einen grossen Ideenwettbewerb ausgeschrieben (das OEUVRE ist eine schweizerische Vereinigung von Künstlern, Handwerken und Unternehmern, die vom Bund als gemeinnützige Organisation anerkannt ist). Bei diesem Wettbewerb ging es darum, unsere Bevölkerung anzuregen, über die verschiedenen Unzulänglichkeiten und Unannehmlichkeiten unseres täglichen Lebens nachzudenken. Die besten aufgeworfenen Fragen sollten als Grundlage für einen zweiten Wettbewerb dienen, der an alle berufsmässig tätigen Schweizer Gestalter gerichtet war. Der erste landesweite Ideenwettbewerb hatte grossen Widerhall gefunden. Über 200 Vorschläge waren eingereicht worden. Die zehnköpfige Jury, die sich aus Deutschschweizer, Welschen und Tessiner Persönlichkeiten zusammensetzt, vergab zwei erste Preise von je Fr. 1 500 -und drei zweite Preise von je Fr. 1000 -für die besten Ideen. Im herbst 1982 schrieb die Jury die zweite Wettbewerbsrunde aus, welche den berufsmässigen Schweizer Gestaltern Vorbehalten war. Als Aufgabe für diesen neuen Wettbewerb dienten die preisgekrönten Vorschläge des vorausgegangenen Ideenwettbewerbs, nämlich die Gestaltung eines umfassenden Systems zur Sammlung und Rückgewinnung schädlicher Stoffe aus Haushalt und Gewerbe. Dabei sollte jedes Projekt ein Anwendungsschema der vorgeschlagenen Problemlösung beinhalten (Kennzeichnung und Unterscheidung der Giftstoffe, Art und Weise des Einsammelns usw ). Diese zweite Wettbewerbsrunde hatte zunächst ein starkes Echo ausgelöst, wie dies die grosse Nachfrage nach dem Wettbewerbsreglement bestätigte. Schlussendlich haben jedoch nur vier Konkurrenten Ihre Arbeiten eingereicht. Alle vier Projekte wurden von der Jury als gleichwertig eingestuft. Sie zeigen, dass der Wettbewerb mehr Probleme aufgeworfen hat, als dass er welche gelöst hätte. In derTat ergänzen sich die vier ausgewählten Projekte gegenseitig, und es ist, als ob jeder Autor innerhalb des gesamten Problems ausschliesslich seinen Teilaspekt berücksichtigen wollte. Daher hat die Jury, die am 15. April 1983 tagte, beschlossen, keinen ersten Preis zu verleihen, sondern lediglich gewisse Arbeiten besonders zu würdigen und mit einer finanziellen Anerkennung zu honorieren. Die Arbeiten der folgenden Teilnehmer wurden mit einen Geldpreis ausgezeichnet: Serge BONHOTE, Neuenburg, Lucien GURTNER, Corcelles/NE, Vincent ZUPPINGER, Céligny/GE und Gerhard BRAUCHLE, Thal/SG Jeder erhält als Anerkennung Fr. 2000.-. Die Zeitnähe der angesprochenen Probleme und die dringende Notwendigkeit des Kampfes gegen die fortschreitende Umweltverschmutzung, aber auch die bemerkenswerten Lösungsvorschläge für gewisse Teilaspekte haben das OEUVRE bewogen, das Begonnene weiterzuführen und von den eingereichten Vorschlägen ausgehend ein greifbares Ergebnis anzustreben. Als nächster Schritt soll mit Hilfe einiger Spezialisten ein regelrechtes Pflichtenheft erstellt werden. Die weitere Ausführung wird einer oder mehrerer Gruppen von Gestaltern und Designern anvertraut, die vom OEUVRE demnächst auszuwählen sind. Innerhalb nützlicher Frist soll ein Projekt entstehen, welches in einer mittleren Schweizer Stadt mit Hilfe der öffentlichen Verwaltung und privater Unternehmungen getestet werden könnte. Einige dieser Instanzen haben dem OEUVRE schon ihr Vertrauen geschenkt. Das höchste Ziel des OEUVRE ist der Dienst an der Allgemeinheit durch Weckung schöpferischer Kräfte zum Wohle aller.

« Eine Architekturidee für das Jahr 2000 » von Prof. Dr. Justus Dahinden, Architekt SIA, Zürich, von der Technischen Universität in Wien durch eine internationale Jury preisgekrönt worden. Das Projekt, welches in einer neuen Form bessere Lebensräume in der Stadt vorschlägt, ist unter das Patronat des Nationalen Komitees für den Frieden in Bulgarien gestellt. Es wird im eigens dafür gegründeten Museum HUMA 2000 in Sofia ausgestellt werden. Die UNO soll später über eine mögliche Realisierung entscheiden. Im Jahr 2000 wird die Mehrheit der Menschen in den grossen Städten leben. Es muss das höchste Ziel von allen Verantwortlichen sein, den zukünftigen Stadtgesellschaften Lebensqualität in der Privatheit und in der Oeffentlichkeit der Stadt zu ermöglichen. Dazu kommt, dass die Städte von morgen ein anderes Gesicht haben werden, weil des Kommende elektronische Robotzeitalter den Menschen immer mehr von der Muskelarbeit der industriellen Produktion befreit und ihm zufolge der verkürzten Arbeitszeiten eine vermehrte ungebundene Freizeit verschafft. So wir die Stadt von morgen ihr Schwergewicht auf den Dienstleistung und der Freizeit haben. fl!

Die Einführung der totalen Kommunikation durch die elektronischen Medien wird die heute schon vorhandene innere Vereinsamung des Menschen in der Stadt steigern. Dieser Verlust muss kompensiert werden durch ein engeres räumliches Zusammenrücken der Gemeinschaften in Geborgenheit. Hierzu dient der

STADTHUEGEL eine Raumstadt, die unter einem einzigen grossen Dach die Begegnung von allen mit allen ermöglicht. Die Bedeutung dieses Pionierwerkes ist dreifach : - Technischer Fortschritt unter gleichzeitiger Steigerung der ^ Lebensqualität der Menschen in der Stadt - Stärkung des sinnlichen Bezuges der Menschen zum Stadtraum und Steigerung des Wir-Gefühles - Demonstration eines geistigen Inhaltes der Architektur, die in grossem Masstab einem Urakt der Menschheit gleichkommtder gebaute Hügel in der freien Natur