Architecture Suisse

Amthaus

Typologie
AIV8
Ort
3011 Bern, BE
Bauherrschaft
Baudirektion des Kantons Bern
Architekturbüro
Atelier 5
Bauingenieubüro
H. P. Stocker
Projekt
1976 — 1976
Ausführung
1981 — 1981

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Amthaus 3011 Bern Umbau und Erweiterung des Verwaltungs- und Gerichtsgebäudes des Kantons Architekten

Atelier 5, Bern Tel. (031) 223636 Bauherr Baudirektion des Kantons Bern Bauingenieur H P. Stocker, dipl. Ing ETH/SIA, Bern Elektro-Ingenieur Beratende Ingenieure Scherler, Bern Inst. -Ingenieur Luco AG, Klima-Heizung-SänitarIng., Wabern Lichttechnischer Ch. Bartenbach, Zug Ingenieur Restaurierung Atelier für Restaurierung M. + U. Bellwald, Bern Fassade und Assisensaal Künstlerische Roland Gfeller-Corthésy Gestaltung Mühlethurnen 1976 Projekt Fertigstellung 1981 Adresse Hodlerstrasse 7

Innere Organisation Staatskasse: Regierungsstatthalteramt l/ll: Handels- und Güterrechtsregisteramt: Grundbuchamt: 1. Richterämter I bis IX: 3. Gerichtsschreiberei : 1.

Staatsanwaltschaft Mittelland: 3. Obergeschoss Untersuchungsrichterämter 1 bis 9 4. Obergeschoss Besondere Untersuchungsrichterämter des Kantons Bern: 4. Obergeschoss Dienstwohnungen und Cafeteria 5. Obergeschoss Heutiger Personalbestand ca. 1 70 Personen 53.1

Beschreibung Das Amthaus, ein Bau aus dem späten 19. Jahrhundert in der Berner Innenstadt, bestand bereits vor dem Umbau aus zwei Teilen. Einem massiven, auf Repräsentation ausgerichteten Verwaltungsbereich mit einer entsprechenden gegen die Strasse gerichteten Fassade und einem direkt angebauten, eher ärmlich ausgestalteten Gefängnistrakt, der sich gegen den Hof richtete. Die zusätzlich benötigten Arbeitsflächen wurden geschaffen, indem wir den repräsentativen Teil des Hauses, der sich in recht gutem Zustand befand, renovierten und teilweise umbauten, den baufälligen alten Gefängnistrakt aber brachen wir ab, um an seine Stelle einen Neubau zu setzen, der sich direkt an den verbleibenden Teil des alten Hauses anfügt, um sich mit diesem zu verbinden. Trotz dieses Ineinanderfügens der beiden Bauten sollte immer klar ablesbar bleiben, was heute gebaut worden ist und was ,vor hundert Jahren. Dabei sollte sich der Neubau aber doch in irgend einerWeise dem Reichtum an plastischen und dekorativen Elementen des alten Amthauses gegenüber behaupten können. Im Aeusseren wurde dies dadurch erreicht, dass der gesamte konstruktive Aufbau der neuen Fassade bis ins letzte Detail sichtbar gemacht wurde. Nach dem gleichen Prinzip wurde der neue Bau auch im Inneren gestaltet. Hier sind es die unverkleideten Stahlstützen, die feingegliederten Glasdächer über den Innenhöfen und die verglasten Treppenläufe in denselben, die aus offenen Profilen konstruierten Türen und Oberlichtbander in und über den Trennwänden, die dem Dekor des Altbaus gegenüberstehen. Als eigentliches Signet des Neubaus wird ein «Glaslift» in den Altbau hineingefügt, der den Besucher bereits in der Eingangspartie erkennen lässt, dass hier ein neuer Bau in und an das alte Amthaus gebaut worden ist. Der Künstler Roland Gfeller-Corthésy unterstrich dies mit seinen eigenwilligen, nur andeutungsweise angebrachten Wandmalereien und deutete damit auf seine Weise auf die Komplexität des Zusammenspiels von Eigenständigkeit und Zusammenhang der beiden Gebäude hin.

Heizungszentrale Hauswarträume Sitzungszimmer Hof Haupteingang Loge Geschworenengerichtssaal Gedeckte Lichthöfe Warteräume Luftraum Geschworenengerichtssaal Zivilamtgericht Strafamtgericht Einzelrichter Untersuchungsrichter Vorraum Bezirksgefängnis Verbindungsbrücke Cafeteria Wohnungen Hauswart Glaslift

Charakteristiken Brutto-Geschossf lachen : Bürogeschoss 10770 m2, davon 3838 m2 renoviert, 2818 m2 umgebaut und 4114 m2 im Neubau. Kellergeschoss 2894 m2, davon 362 m2 renoviert, 188 m2 umgebaut und 2344 m2 in Neubau. Kubikmeter-Inhalt SIA: Altbau 33 1 54 m3, Neubau 25302 m3. Kubikmeter-Preis: Altbau Fr. 344.60, Neubau Fr. 417.25 Kosten: Baukosten Fr. 24300000-(noch nicht abgerechnet), Ausstattung Fr. 1 960000 -(noch nicht abgerechnet). Anzahl Räume: a) Büros Altbau 67, Neubau 91 ; b) Gerichtssale Altbau 9; c) Sitzungszimmer Altbau 5, Neubau 2; d) Reserveraume 25.

Bibliographie Werk, Bauen + Wohnen 6/1982 Abitare Nr. 206, 1982 SS Schweizer Architektur Nr. 53 / September 1982 Fotos Balthasar Burkhard, Bern. 53 4