Architecture Suisse

Erweiterung des Kunstmuseums Bern

Typologie
AIX10
Ort
3011 Bern, BE
Architekturbüro
Atelier 5
Bauingenieubüro
H. P. Stocker
Projekt
1981 — 1983

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Ausgangspunkt war der Erweiterungsbau von 1936, dessen Untergeschosse in umgebauter Form erhalten blieben und dessen Grundstruktur im neuen Erdgeschoss und Obergeschoss übernommen wurde. Die Vergrösserung erfolgte durch drei Massnahmen: - Dank einem neuen Tageslichtsystem wurde innerhalb der Höhe des früheren Anbaus ein zusätzliches Geschoss gewonnen. - Gegen das Tal hin wurde der Bau um 10 m verbreitert. - Unter den Ausstellungsgeschossen wurden talseitig unter Ausnützung der Hanglage vier Geschosse angefügt. Der Museumsbau aus dem Jahr 1879 blieb praktisch unverändert. Neben der konsequenten Art, wie hier ein neues Haus in einen historisch gewachsenen Rahmen eingefügt wurde, bestimmen drei Merkmale im wesentlichen den Charakter des neuen Museums : - die dichte räumliche Atmosphäre, - die Qualität der Tageslichtführung, - die Gestaltung der Bildumgebung. Relativ kleine, in sich geschlossene Raumeinheiten gruppieren sich um eine zentrale Halle. Innerhalb des Stützenrasters können diese Räume verändert werden, ohne dass sich die Veränderbarkeit dem Besucher aufdrangt. Beleuchtung soweit möglich mit Tageslicht, das gerichtet, also nicht diffus auf die ausgestellten Kunstwerke fällt. Der gesamte innere Ausbau des Museums wurde mit ausserster Zurückhaltung gestaltet, denn die Architektur soll hier nicht mit den ausgestellten Kunstwerken in einen Wettstreit treten. Ihr Anspruch besteht allein darin, möglichst perfekter Hintergrund fürdas Geschehen in diesem Haus zu sein.

Empfang Verwaltung Sekretariat Direktor Konservator Assistent Archiv Saal Vorraum Saal Projektionsraum Klimazentrale Kulturgüterschutzraum Gemälde und Skulpturen Zufahrt Garage Packraum Schreinerei Restauration Buchbinderei Lager Lager

Konstruktion / Construction Tragkonstruktion aus Stahl mit Verbunddecken, Treppen Stahl, Leichtbaufassade isoliert, hinterlüftet, Aussenhaut Kupfertitanzink. Tageslichtsystem : Fester Sonnenschutz aus Aluminium genau auf den Sonnenverlauf ausgerichtet, darunter Reflektoren und Querlamellen aus Aluminium, Lüftung und Kunstlicht in das System integriert. Akustikdecken aus gestrichenem Metall, Böden Basaltplatten gesagt und eingeölt, Wände aus einzelnen, versetzbaren Elementen (Holzgerippe zwischen Gipsfaserplatten), gesamthaft mit Gurimur überzogen und gestrichen. Daten / Caractéristiques Umbauter Raum Geschossflache Kubikmeterpreis Gebäudekosten (BKP 2)

Bibliographie / Bibliographie Aktuelles Bauen Januar/Februar 1984 Docu-Bulletin Januar 1984 Werk, Bauen und Wohnen Januar/Februar 1984 RémyZaugg: Für das Kunstwerk, Ammann Verlag, Zürich 1983 as Schweizer Architektur/ Architecture Suisse Nr. 61, April 1984 / N° 61. Avril 1984 VERLAG — ÉDITIONS ANTHONY KRAFFT