Architecture Suisse

Brünig-Depot

Typologie
AIII6
Ort
6005 St. Niklausen LU, LU
Bauherrschaft
Schweizerische Bundesbahnen
Architekturbüro
Arthur BollieR, Hugo Flory
Bauingenieubüro
A.F. + J. Steffen
Projekt
1980 — 1981
Ausführung
1980 — 1982

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Schweizerische Bundesbahnen Flochbau : A. Pfister Dipl. Arch. ETH/SIA/SWB H. Barth Dipl. Arch. ETH Chef der Sektion Hochbau Zugförderungsdienst : E. Hauser Dipl. Ing. HTL E. Gössi

Hugo Flory SIA/SWB Mühlemattstrasse 16 6004 Luzern Tel. 041 /22 44 18 Arthur Bollier Arbentalstr. 318 8045 Zürich Tel. 01 /461 12 77

Elektrisch, Heizung, Lüftung, Sanitär: Elektrowatt Ingenieurunternehmung Luzern Elektrisch (Projektierung) : Sektion Niederspannungs- und Fernmeldewesen SBB Luzern Fassaden : J.F. Meyer Metallbau-Planung, Luzern Bauphysik : Dr. Amrein Martinelli + Menti Luzern

3. Untergeschoss — Tankraum für Altöl — Installationsräume 2. Untergeschoss/ Niveau Geleise — Lokomotiv-Remise mit 4 Gleisen mit Unterhaltsgruben — Werkstatt — techn. Räume 3. Untergeschoss — Gemeinsame Garderoben/WCund Kurz­ aufenthaltsräume für Werkstättenund Remisen-Personal - Installationszentrale

Erdgeschoss — Garagen für PW, Kleintransporter und Lastwagen — Werkstatt / Reparaturhalle, z.T 2geschossig mit Lifter — Waschraum mit Lifter — Materialmagazin — Nebenräume für Schweiss- und Sandstrahl-Arbeiten und Batterie-Unterhalt

Obergeschoss - 3 grosse, z.T. unterteilbare Instruktionsräume — 1 kleiner Instruktionsraum — Büro- und Archivräume, WC-Anlagen — Aufenthalts- und Ausstellungsraum — Lager auf Galerie (mit Kranbahn)

Situation und Konzept / Situation et conception Die Lage und die grobe Form des Gebäudes ergaben sich aus folgenden Randbedingungen: im Osten waren neben der bestehenden Fruttstrasse die Forderung nach einem Ausziehgleis für den Rangierbahnhof und das Projekt «Südzubringer in Tieflage» zu berücksichtigen. Die westliche Begrenzung bildete die projektierte Brümgbahndoppelspur, ebenfalls in Tieflage. Im Norden, vor dem Baukörper, sollte eine möglichst lange, gut entflochtene Gleisanlage entstehen, während auf der Gegenseite der künftige Ausbau einer Quartierstrasse gewährleistet werden musste. Innerhalb des nunmehr definierten, äusserst knapp bemessenen Planungsgebietes sollte eine Lokomotivremise mit vier Gleisen angeordnet werden. Aus der festgelegten Disposition ergab sich dann auch die einzig mögliche Lage für eine Flauptvertikale mit Warenlift und Treppenhaus. Die dritte Dimension des Gabäudes schliesslich wurde durch die zahlreichen Elemente im Schnitt bestimmt. (Gleis- und Strassenniveaus, Lichtraumprofile usw.) 66.9

Die Disposition der Grossgarage auf der Ebene der südlichen Quartierstrasse entstand aus dem rationellsten Erschliessungskonzept für Strassenfahrzeuge. Trotzdem musste die Nutzfläche mittels grosser Auskragungen erweitert werden. Aus statischen Gründen wurden die Kranbahnen auf den verschiedenen Stockwerken übereinander gelegt. Diese Zuordnung bestimmte auch die Lage der grossen Reparaturhalle für Strassenfahrzeuge. Über den niedrigeren Garagen und Abstellräumen im nordöstlichen Gebäudeteil wurden Schulungsräume vorgesehen. Diese Disposition ermöglichte die Ausbildung eines geschlossenen Baukörpers. Der Unterrichtsbereich konnte über einen grosszügigen Aufenthaltsraum mit dem Erschliessungsturm verbunden werden. Das kleine Galeriegeschoss zwischen Schiene und Strasse kam direkt an diese Hauptvertikale zu liegen.

Daten / Caractéristiques Kubus SIA 27 000 m3 Grundstück (Teil des Bahnhofareals) Geschossflächen Industrie 3 080 m2 Ausbildung 820 m2 Total

Anlagekosten, inkl. Geleiseerschliessung, Fahrleitungen und Sicherungsanlagen ca. Fr. 15 000 000 — Gebäudekosten ca. Fr. 9 000 000.— Fr. Kubikmeterpreis 320.— Ausbauteil Industrie ca. Fr. Ausbauteil Ausbildung ca. Fr

Konstruktion / Construction Schleuderbeton-Stützen sind auf Pfählen fundiert. Quer zum Gebäude laufen vorgespannte Betonträger. Über der Remise sind Betondecken zwischen die Träger gespannt. Im Instruktionsgeschoss wurden die Deckenfelder mit Durisol-Flourdiselementen ausgeführt. Die Fassaden sind nichttragend. Der massive Treppenturm dient als Windversteifung. Die Remise tritt gegen aussen als grossenteils geschlossener Sichtbeton-Sockel in Erscheinung.

Der 2geschossige Kubus (Erd- und Obergeschoss) ist mit einer Leichtbaufassade abgeschlossen. Die isolierten Sandwich-Elemente sind mit einer hinterlüfteten Metallfassade verkleidet.

Schweizer Journal, Februar 1983 as Schweizer Architektur Nr. 66 Februar 1985 Fotos : Wolfgang Goda, Cham/Luzern