Architecture Suisse

Gasthof zum Schloss

Typologie
AVIII4
Ort
1180 Rolle, VD
Bauherrschaft
Paul Chaillet
Architekturbüro
Marie-Anne Prenat
Bauingenieubüro
Liechti, Serex
Projekt
1987 — 1987
Ausführung
1988 — 1988

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Hostellerie du Château 1180 Rolle/VD Gasthof zum Schloss 1180 Rolle/VD Maître de l'ouvrage Bauherr Paul Chaillet Architecte Architekt

Das Gebäude blickt auf eine lange historische Vergangenheit zurück, die 1719 mit der Mineralwasserfassung des Rollewassers und der Gründung 1735 von Heilbädern ihren Anfang nimmt. Voltaire verweilte dort zwischen 1765 und 1766. Nachdem es zum «Badhotel» und später zum «Bad-Cabaret» geworden war, wechselte es seine Bestimmung durch Aufgabe der Bäder und hiess fortan «Bundeskreuz-Herberge» bevor es einmal mehr zum «Bundeskreuz-Hotel» umgetauft wurde und schliesslich den Namen «Gasthof zum Schloss» im Jahre 1969 annahm. Seitdem es seine Bäderfunktion und jegliche ähnliche Tätigkeit im Hausinneren aufgegeben hatte, wurde keine wesentliche Renovierung bzw. Abänderung darin vorgenommen.

Ende 1986 entschloss sich der neue Besitzer dazu, die Gebäulichkeiten zu restaurieren unter Wiederaufnahme des Restaurant-, Café- und Hotelbetriebes und dies in einer Komfortlage die der vornehmen Kundschaft angepasst ist. Der Ankauf der hinteren Parzelle ermöglicht den Bau einer geräumigen HoteKeingangs)halle, ein Gebäudeteil, den es vorher nicht gab. Nun wird das Gebäude total renoviert und fortan in seiner Gesamtheit benutzt.

Die Grundidee beschränkt sich nicht auf ein einzelnes bautechnisches Konzept, sondern will über eine Folge von Interventions­ vorschlägen das Nebeneinanderstehen der verschiedenen Programmelemente ermöglichen. Die Lage des Gebäudes in der Wohndichte einerseits und dem See gegenüber anderseits war Vorwand und Grund, eine engere Beziehung mit letzterem herzustellen und dieselbe mittels Anspielungen wie die Pfeiler der Schaufenster (Pontonpfähle), die Wellenlinien an den Decken sowie die Bardekoration anzudeuten. Zwei grosse antike Korridore sichern die Hauptverteilung des Hauses. Es handelt sich da um eine Art von inneren Verbindungsbrücken, die an ihren beiden Enden offen und somit lichteinlassend sind; sie verbinden die auf den See gehende Fassade mit der auf den Jura gerichteten. Ein äusserer Steg am alten Gebäudeteil verbindet auf der Rückseite die beiden Korridore. Er ist gleichsam eine «Aufforderung zum Einschiffen». Der neue Eingang und die Hotelhalle, bis dahin Hof ausser Verwendung, jetzt aber Lichtraum, erinnern durch ihre Gestaltung an das ehemalige Thermalbad — die Quelle, übrigens, existiert immer noch. Die Zimmer auf der Etage sind klassisch und massvoll gehalten. Lediglich die Badezimmer wechseln Farbgebung und Spiegel. Auf Dachbodenhöhe wurde ein neues Gebälk auf alte Art eingerichtet mit einem Stützraster auf dem Fussboden, das zugleich Grundriss und Nutzung definiert. Die Suiten in Duplexanordnung inspirieren sich von der Schiffsbrüstung in der Welt der weissen und gerippten unverputzten Sparren. Spiele streifenden Lichtes an den Wänden oder in Lichtschacht ergänzen die durch die verschiedenen Luken hereinströmende Helle und inszenieren Räume und Treppen, die zu den Mezzaninen führen.

Problèmes particuliers / Besonderheiten Restaurer un bâtiment ancien dans le respect de son histoire n'est pas facile en regard du programme lourd et exigeant demandé pour le confort de la clientèle. L'installation des parties techniques en niveaux superposés dans des locaux exigus, si elle a été un casse-tête pour les entreprises, est tout bénéfice pour les espaces à vivre. D'une manière générale, ce qui est restauré se distingue de ce qui est neuf par une différence de nature des enduits, par des textures ou des matériaux différents. Les murs intérieurs ou extérieurs, anciens, sont tous enduits au mortier de chaux et recouverts d'un badigeon, même dans les chambres d'hôtel. Hinsichtlich des Respektes der geschichtlichen Vergangenheit des Hauses und auch des zwingenden und anspruchs­ vollen Programms, welches der Komfort der zukünftigen Kundschaft auferlegt, ist die Renovierung eines solchen Gebäudes keine leichte. Wenn schon das Verlegen der technischen Einrichtungen auf besonders engem Raum für die Unternehmen ein gehöriges Kopfzerbrechen darstellte, so gereicht das Endergebnis zum Besten der Räumlichkeiten, in denen es sich vorzüglich leben lässt. Ganz allgemein lassen sich die renovierten Teile vom Neuen durch den verschieden­ artigen Verputz unterscheiden sowie durch andere Textur oder Stoffe. Die Innen- und Aussenmauern sind die ursprünglichen und alle mit Kalkmörtel verputzt und getüncht, auch in den Hotelzimmern.

Caractéristiques / Daten Volume SIA Kubus nach SIA Surface du terrain Grundstückfläche Surface bâtie Überbaute Fläche Surface brute Geschossfläche Surface utile Nutzfläche